Geschrieben von Astronic am 24.03.2004 um 21:13:
TUT: Prozessor takten
Hallo!
Da es scheinbar viele Anfragen nach Prozessorübertaktung gibt, habe ich mich
mal entschlossen, eine Anleitung zum Übertakten zu schreiben.
ACHTUNG!
Ich übernehme keinerlei Verantwortung für Schäden an eurer Hard- und Software!
Der Hersteller empfielt keinesfalls ein Übertakten des Computers, bzw. der CPU.
Es hat bei mir ganz gut geklappt, das ist aber keine Garantie, das es auch bei
anderen Systemen klappt. Die Kompatibilität fürs Übertakten (Overclocking) hängt
vorallem von 3 Faktoren ab: Prozessor, Mainboard und Bios. Diese Einheiten, vorallem
das Bios kann von PC zu PC sehr unterschiedlich sein. Auch kann das Übertakten zwar zu
einer schnelleren Taktfrequenz führen, aber auch zu einem Unstabieleren System.
Bei allen Übertaktversuchen gilt vorallem langsam angehen, und testen. Ein eingebautes
Thermometer ist beim Übertakten sehr von Vorteil.
Vorbereitungen:
Zuersteinmal sollte man sich Informationen über seine Hardware einholen.
Was nützt ein Übertakten auf 800MHz wenn das Mainboard nur 750 MHz unterstützt?
Generell haben Pentium-Prozessoren einen bessern Ruf beim Übertakten, als zum
Beispiel AMD-Prozessoren, welche meistens bereits Übertaktet sind (2800+, echte 2,1 GHz),
und einen sehr guten Kühler brauchen.
Trotzdem sollte man sich im Internet nach Übertaktungstabellen umsehen, damit man
in etwa abschätzen kann wo die Grenzen des Prozessors liegen und sich generell über
den Prozessor informieren kann.
Links:
Zwei gute Informationslisten über Prozessoren:
http://www.pc-erfahrung.de/ProzessortabelleDesktop.html
http://www.pc-erfahrung.de/Prozessormodelle.html
Eine gute Zusammenstellung, was mit den einzelen Prozessoren so möglich ist:
http://www.red11.de/tuning/Prozessor.htm
Takten mit Bios:
Das sicher einfachste Takten funktioniert über das Bios.
Bei z.B. meinem Bios (von Award Software) findet man es unter CPU-Plug & Play III.
Das kann aber sich je nach Biosversion woanders befinden. Am besten geht man alle
Menüpunkte durch und such nach einer Einstellung "Frequenzy/Voltage" oder CPU-Frequenzy
oder ähnlichem. Bei fast allen neueren System gibt es garkeine Jumper mehr auf dem
Mainboard, sondern das ganze wird über das Bios gesteuert. Früher konnte man mit Hilfe
der Jumper den Multiplikatorfaktor verändern, heute wird das mit 3 Tastendrucks im Bios
gemacht. Um dann heraus zu bekommen welche Taktfrequenz der Prozessor letzendlich erreichen
soll, multipliziert man den Muliplikatorfakor mit der eigentlichen Frequenz(Front Side Bus),
(Multiplikatorfaktor x Frequenz/FSB) z.B. bei einem Multiplikatorlevel von 4,5 und einer
Frequenzrate (FSB) von 120 wäre die resultierende Frequenz 540 MHz (4,5 x 120MHz = 540MHz)
Bei den meisten Bios gibt es bereits voreingestellte Typen, ich würde aber immer manuell
kofigurieren, so kann man sich besser an die Grenzen herantasten, da es bei manchen Bios
mehr als 20 Zwischenstufen gibt.
Hier wäre auch ein eigebautes Thermometer sinnvoll, das bei dem Überschreiben einer
bestimmten Temeratur den PC automatisch abschaltet. Generell sollten die Prozessoren
wärend ihres Betriebes nicht über 40-45 Grad kommen (ich teste das immer mit 8 Std
Dauerbetrieb).
Sollte ein Bios keine dieser Funktionen unterstützen, könnte man es mit einem Bios-Update
versuchen, von dem ich aber in allen Fällen abraten möchte, da man die exakte Versionsnummer
exakt mit dem Update übereinstimmen muss, und es manchmal sehr schwer ist, ein passendes Update
zu finden.
Es gibt auch andere Hardwarespezifische Möglichkeiten (Pins trennen, ect.) um die Leistung zu
erhöhen. Dieses Gefriemel kann ganzschön in die Hose gehen, deshalb rate ich zum einfachen
Bios-Takten.
Notfalls kann man auch auf Taktsoftware wie z.B. SoftFSB zurückgreifen, was ich eigentlich
sinnvoller finde als es mit einem Bios Update zu versuchen.
Notfälle:
Es kann passieren, das bei Übertaktung das Betriebssystem nicht mehr startet.
Dann einfach im Bios den Takt eins heruntersetzten und es dürfte wieder funktionieren.
Wenn es allerdings passiert, das Rechner überahupt nicht mehr bootet, nur einen schwarzen
Schirm ausgibt muss man den PC einfach aufschrauben, und neben der Batterie (sieht wie eine
Uhrenbatterie aus) die das Bios versorgt wenn der PC ausgeschltet ist, einfach einen Jumper
umsetzten. Damit wird das Bios in den Urzusatnd zurückgesetzt.
Übertakten generell lohnt sich wirklich. Allerding muss man auch abundzu Geld für zusätzlichen
Ram und ähnlches ausgeben. Als ich mein System getaktet habe, lief es bei 600MHz recht
instabiel, nachdem ich den
Ram erweitert hatte, und den V-Core hinaufgesetzt hatte, wieder
stabiel und konnte bis 720MHz getaktet werden.
450MHz auf 720MHz...wenn sich das nicht lohnt?
Es gibt auch Leute die es mit einem 2,4 GHz auf einen Takt von 4GHz geschaft haben!
Auch ein eventueller Einbau eines besseren Kühlers ist sinnvoll.
Dieser Text wurde von mir selbst verfasst.
Eventuelle Kopien bitte mir mir absprechen.
Bitte Anregungen Tipps, Reaktionen (Verbesserungen?) unten ins Themea
Sollte es Fragen zu diesem Workshp geben, bitte ebenfalls ins Thema fragen!
Frohes Takten!
Geschrieben von slice89 am 27.01.2007 um 02:50:
Naja wer mit 19 Jahren noch den "Vadda" braucht um nen Kühler auszusuchen?!
Ich denk ma nicht das er sich nochma meldet, war sein erster Post und seit dem war er auch nicht mehr da. Ist eigentlich Schade das die Leute meinen sie müssten hier Leute stressen, die bestimmt besseres zu tun hätten und dann wirds einfach vergessen.
1. Ich habe mitlerweile mitbekommen das man im Amateur-"Tuning"-Bereich zwei Verschiedene Möglichkeiten unter Heatpipekühlung versteht. Einmal wird ein Tunnel an der Unterseite des oberen Gehäuseteils gemeint, der zusammen mit einem entsprechenden Lüfter herausragende Fähigkeiten zur Kühlung besitzen soll. Der Sinn dieser Konstruktion hat sich mir bis heute nicht erschlossen. Es stimmt zwar das warme Luft immer nach Oben steigt, aber damit ist diese Vorrichtung nur zur abführung der erwärmten Luft innerhalb des Gehäuses geeignet. Diesen Zweck erfüllt auch ein ganz normaler Gehäuselüfter und der braucht nicht soviel Platz.
Als zweites werden, diesmal richtig, mit Kühlrippen bestückten Metallplatten die zur passiv Kühlung benutzt werden, so bezeichnet.
Im Fall von Don AMD wäre beides Falsch. Zum Abtransport der erwärmten Luft benutze ich einen 50mm, was mein die Temperatur im Gehäuse, bei Volllast, bei konstant 32°C hällt.
Eine Passivkühlung bei einem Prozessor zu benutzen ist schon riskant und grenzt für mich schon an schwachsinn (Geisteskrankheit ist gemeint, sucht euch eine aus). Nicht umsonst werden standardmäßig Lüfter verwendet. Wer sowas bei einem übertakteten CPU probiert, dem gehört für mein Dafürhalten der PC abgenommen. (Wasserkühlung wird normal als aktiv gezählt, nicht das sich einer zu unrecht beleidigt fühlt.)
2. Wenn bei jemand bei einem 2.4 Ghz CPU die Spiele zu langsam laufen, würde ich zuerst an eine Erweiterung des
Ram's denken oder an eine bessere Grafikkarte. Für zukünftige Spiele sollte man einen solchen CPU natürlich austauschen. Bei diesem bringt selbst übertakten nichts, da er mit viel viiieeeeelllllll Glück stabile 3Ghz packt und das mit dem Risiko seinen PC zu ruinieren.
Übrigens lohnen Übertaktungen von 200 Mhz nur beim FSB, da bringt er bei einem Multiplikator von 5 aber auch schon 1Ghz. Bei einer Erhöhung der Gesamt Taktrate um 200Mhz kann man auch komplett darauf verzichten, High-End Tuner ausgeschlossen (Ein Intel Core2Duo E6600 läuft mit den richtigen Komponenten auch bei 2x 3.8Ghz noch stabil)
3. Nicht der Prozessor läuft zu langsam wegen den Games, sondern die Games wegen des Prozessors.
4. Wenn jemand Tipps oder Hilfen beim Übertakten braucht stell ich mich gern zur Verfügung.
Anfragen wären als
PN an mich zu richten. Das Übertakten erfolgt aber immer noch auf eigene Gefahr und ohne Garantie.
Dieser Post steht, wie bei mir üblich, nur in Übergröße zur Verfügung. :-)